Warum Traffic niemanden reich macht
7. Dezember 2008 von Geld verdienen im Internet
Die meisten Menschen, die im Internet Geld verdienen wollen oder erste Erfolge haben, glauben, dass Traffic alles ist. Sie denken, dass sie nur mehr Besucher brauchen und automatisch mehr Geld verdienen würden. Das ist nicht richtig. Die Wahrheit ist: Es ist überhaupt nicht schwer Traffic zu erhalten und auch sehr viele Besucher auf die eigene Seite zu bringen.
Das wissen alle Blogger, Besitzer von Foren und Hobbywebmaster. Es ist auch nicht so schwer gute Suchmaschinenpositionen zu erhalten – zumindest in Nischen und bei Keywords mit weniger Konkurrenz. Man kann also sehr viel Traffic in relativ kurzer Zeit erhalten, wenn man bereit ist etwas zu arbeiten. Sogar ein 14-Jähriger mit einem Blog ist dazu in der Lage.
Doch den Meisten nützt der viele Traffic, den sie erhalten, gar nichts. Dafür gibt es zwei Gründe:
1. Sie wissen nicht wie man den Traffic nutzt.
Wieviele Blogger gibt es, die jeden Monat tausende Besucher erhalten und ihr Geld allein mit Adsense oder Affiliatebannern verdienen? Sehr viele. Und es gibt noch mehr, die den Traffic überhaupt nicht nutzen. Traffic schützt nicht vor Dummheit. Auf diesen Punkt bin ich bereits ausführlich in früheren Artikeln eingegangen. Man verdient vor allem Geld, indem man eigene Produkte durch gutes Marketing verkauft.
Viel Traffic zu erhalten ohne dabei Geld zu verdienen, ist als hätte man ein Geschäft in der besten Lage mit dem schönsten Schaufenster der Stadt, das sich viele ansehen. Doch was nützt das, wenn keiner den Laden betritt und etwas kauft? Der erste Fall ist noch relativ leicht zu beheben, denn man lernt einfach wie man verkauft und den Traffic nutzt. Schlechter sieht es aus, falls man der zweite Fall zutrifft:
2. Der Traffic ist schlecht.
Nicht jeder Besucher ist gut. Es nützt Ihnen wenig, wenn Sie ein Internetforum betreiben, das 100 000 Besucher im Monat hat, falls die Mehrheit davon minderjährig und pleite ist. Aus diesem Grund liegt der CPC bei Adwords für manche Keywords bei mehreren Euro, während andere Begriffe nur einige Cent kosten.
Entscheidend ist, ob der Traffic ausgewählt und zielgerichtet ist. Sind die Besucher in Kauflaune? Suchen sie nach einer kostenpflichtigen Lösung oder nach einem Gratis-Angebot? Wieviel Geld können sie ausgeben? Um möglichst gut von den Besuchern zu profitieren, die Sie erhalten, sollte der Traffic genau definiert und speziell sein.
Sie benötigen nicht hunderttausende Besucher auf Ihrer Webseite. Sie brauchen nur diejenigen, die etwas kaufen möchten oder ein Problem haben, das Sie lösen können. Es ist wichtig Besucher auf seine Webseite zu bringen, die in Kauflaune sind, Geld ausgeben können und wollen und zusätzlich aktiv nach einer Lösung suchen.
Negativbeispiel Youtube
Das beste Beispiel für schlechten Traffic ist vermutlich Youtube. Es kann Jahrzehnte dauern bis Google den Kaufpreis von Youtube wieder eingenommen hat. Der Grund ist einfach, dass Leute, die auf youtube surfen und Videos anschauen, nicht in Kauflaune sind. Sie wollen Unterhaltung und nicht wissen wie man einen Blog startet, zeichnen lernt oder reich wird. Und selbst wenn sie dort danach suchen, klicken sie in den seltensten Fällen auf einen Link und kaufen etwas. Dabei ist es nicht gerade hilfreich, dass viele Benutzer minderjährig sind.
Youtube und die vielen Social-Bookmarking-Seiten erhalten zwar Traffic ohne Ende, doch sie verdienen im Verhältnis dazu nicht viel Geld. Jemand, der sich bei StudiVZ anmeldet, möchte keine Reise buchen.
Traffic ist nicht gleich Traffic
Beachten Sie immer, dass Traffic nicht gleich Traffic ist. Es spielt eine entscheidende Rolle wer die Menschen sind, die auf Ihre Seite kommen. Sie können nicht einfach alle in einen Topf stecken und behaupten, dass jeder Besucher ein guter Besucher ist. Nur Verkäufe zählen, denn Sie haben letztendlich nichts davon, wenn 10 000 Besucher Ihre Webseite besuchen, falls keiner davon etwas kauft.
Natürlich habe ich hier die zusätzlichen Einnahmen durch bezahlte Werbung und Adsense außer Acht gelassen, die mit mehr Traffic ansteigen, aber diese Einnahmequellen sind nicht sehr profitabel. Es ist beispielsweise viel schwieriger durch Adsense reich zu werden als durch Ebooks.
Die Frage, die man sich stellen sollte, ist:
Wenn ich ein Restaurant hätte, wären mir 10 hungrige Besucher am Tag lieber als 1 000 satte Besucher?
Ich nehme die 10 hungrigen.
Denn nur sie werden etwas kaufen.
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Sehr interessanter Beitrag. Ich stimmt dir in allen Punkten zu.
“Viel Traffic zu erhalten ohne dabei Geld zu verdienen, ist als hätte man ein Geschäft in der besten Lage mit dem schönsten Schaufenster der Stadt, das sich viele ansehen.”
Sehe ich genauso! Aber die meisten kommerzialisieren Ihre Blogs … oder gehe ich da derbe falscher Annahme?
Es ist immer wieder Klasse, einen Artikel von Dir zu lesen – Dein Schreibstil gefällt mir.
PS:
das neue Design ist Klasse – schön schlicht!
Gruß
Siegmar
@CREATESOMFING & SIGGI: Danke. Freut mich, dass euch der Beitrag gefällt.
@WILL: Ja, viele kommerzialisieren ihre Blogs oder versuchen es zumindest. Leider kommt dabei auch bei viel Traffic nicht viel herein – es ist einfach ein Unterschied, ob du an jedem Klick auf deine Adenseanzeigen 0,10€ verdienst oder für jeden Ebookverkauf 20€ erhälst.
Wenn du dir einige der Topblogs in Deutschland ansiehst und ihre Einnahmen mit dem Traffic vergleichst, sieht es nicht sehr gut aus. Aber das liegt teilweise auch daran, dass viele Blogger sich nicht mit Internet Marketing beschäftigen wollen bzw. nicht wirklich viel Geld verdienen möchten.
Bin neu hier und das ist der erste Beitrag den ich bis jetzt gelesen habe! Und ich muss sagen, echt top – gefällt mir sehr gut, sehr informativ! Ich werde bestimmt des öfteren vorbeischaun!
Hallo Haris! Der Artikel gefällt mir sehr gut, noch mehr gefällt mir aber folgendes:
“Wenn ich ein Restaurant hätte, wären mir 10 hungrige Besucher am Tag lieber als 1 000 satte Besucher?”
Darf ich das als Zitat in meinem E-Book verwenden? Verlinkte Quellenangabe ist selbstverständlich.
@ CHRIS: Danke, ich hoffe, dass du wiederkommst.
@ .WIRED: Falls mich als Quelle angibst, darfst du auch den ganzen Artikel benutzen, wenn du willst. Übrigens, wovon handelt das Ebook?
@Haris: Worüber wohl? Über das abgegraste Thema Geld verdienen im Internet
Übrigens hat mich Deine Meiung zu E-Books in deinem kostenlosen Newsmailer-E-Book so weit getrieben, dass ich jetzt versuche auf mehr als 100 Seiten zu kommen, damit es auch für dich als E-Book durchgeht und nicht als Report
@ WIRED: Das Thema ist noch lange nicht abgegrast, schon gar nicht im deutschsprachigen Raum.
Was die Länge der Ebooks angeht, versuche ich immer mindestens 100 Seiten zu schreiben, damit die Käufer auch ausreichend Informationen erhalten. Doch man muss sich keineswegs an diese Marke halten. Es kommt nicht auf die Seitenanzahl an, sondern auf den Inhalt.
Ich weiß auch nicht woher ich das mit den 100 Seiten habe, aber es ist einfach ein Regel, an die ich mich halte. Doch es gibt auch viele Ebookverkäufer, die Ebooks mit 70, 50 oder sogar 30 Seiten verkaufen.
@Haris: Mein E-Book ist nun da
Aus Spamgründen lass ich den direkten Link weg, aber wenn du möchtest kannst du es dir ja bei mir im Blog ansehen (ist der neueste Artikel)
Auch ein alter Artikel kann hilfreiche Informationen beinhalten. Vielen Dank für die Infos. Leider lese ich oft immer nur ebook als Geschäftsidee, hat da nicht jemand einmal eine andere Idee?
Hallo Sibille,
mit Ebooks lässt sich halt sehr gut Geld verdienen; wenn man es richtig macht. Ich selbst setze jedoch auch Ebooks ein um mein Versicherungsportal erfolgreicher zu vermarkten. Nicht nur im klassischen Bereich um Leads zu gewinnen, sondern auch um zusätzlichen Traffic zu gewinnen. Sehe Dir meine Seite einfach mal genauer an
kostenlose Versicherungsvergleiche
Hallo Siegmar,
könntest Du bitte etwas genauer werden, was damit gemeint ist, “es lässt sich sehr gut Geld verdienen”. Kannst Du da mal ein paar Beispiele geben, wieviel das genau bei welchem Traffic sein müsste.
Der Aufwand für die Erstellung eines ebooks ist doch relativ hoch und die Frage ist, ob nicht der gleiche Aufwand in content gesteckt viel mehr bring.
LG