Wie man eine Newsletterliste aufbaut und damit Geld verdient
6. August 2008 von Siegmar | Geld verdienen im Internet
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Nachdem ich gerade einen Artikel entdeckt habe, wo der Autor seine “Geheimnisse” für den Aufbau einer großen Newsletterliste veröffentlicht, möchte ich selbst meine Meinung dazu sagen. Den Link zum Artikel einzufügen, würde keinem helfen und ich möchte Ihnen diese Zeitverschwendung ersparen. In zwei früheren Beiträgen habe ich mich damit befasst, warum Newsletter eine tolle Möglichkeit sind, um im Internet Geld zu verdienen und welche Möglichkeiten es dazu gibt. Heute soll es vor allem um den Aufbau einer großen Emailliste gehen.
Grundsätzlich gilt: Je größer die Liste, umso besser ist das im Hinblick auf die Verdienstmöglichkeiten. Doch das ist eine sehr starke Verallgemeinerung. Es kommt zum einen auf das Thema an. Ein Newsletter zum Thema Druckpatronen ist sicherlich besser als einer mit den neuesten Nachrichten aus Tibet. Hinzu kommt die Beziehung, die man zu seinen Lesern hat. Was nützt ein Newsletter mit 100 000 Abonennten, wenn 95% davon die Emails erst gar nicht öffnen und der Rest nichts kauft oder nicht auf die Links klickt. Es solche Liste ist zwar gut fürs Ego, aber nicht zum Geldverdienen. Entscheidend ist die Anzahl der Menschen, die den Newsletter lesen und mit denen Sie eine Verbindung aufbauen. Wenn es nur um das Sammeln von Emails gehen würde, könnte man sich einige Software-Programme besorgen, die das Internet nach Emailadressen durchsuchen. Ist zwar heute illegal und Spam, aber es würde sowieso nicht funktionieren, denn diese Emaillisten wären nutzlos.
Doch zuerst sollte ich erklären, was ein Newsletter überhaupt ist. Das Wort Newsletter kommt aus dem Englischen und lässt sich mit Mitteilungsblatt, Verteilernachricht oder Infobrief übersetzen. Man könnte es auch als ein elektronisches Rundschreiben bezeichnen, bei dem man an alle Emailadressen, die man ist seiner Liste hat, regelmäßig Nachrichten verschickt. Natürlich müssen sich die Leser selbst anmelden. Sie können also nicht einfach jemandem schreiben, ohne seine vorherige Erlaubnis/Anmeldung. Es gibt im Internet viele verschiedene Newsletter zu Themen wie Aktien, Sportwetten, Gartentipps usw. Einige sind kostenpflichtig, aber die Mehrzahl ist kostenlos.
Das Besondere an einer Newsletterliste ist, dass man auf Knopfdruck Geld verdienen kann – indem man eine Email an die Leser schickt. Man kann beispielsweise ein eigenes Produkt mit einem Rabatt anbieten oder ein Affiliateprodukt empfehlen. Um einen Newsletter zu beginnen, braucht man entweder entsprechende Software, mit der man die Emailadressen verwalten und neue Nachrichten verschicken kann, oder einen Service wie bei aweber.com oder Flatrate-Newsletter.de. Ich empfehle die zweite Alternative, da man sich nicht um die Technik kümmern muss, sondern nur auf “Versand” klicken muss. Hinzu kommt, dass diese Variante wesentlich sicherer ist und die Emails seltener als Spam eingestuft werden. Aweber ist weltweit der Marktführer, aber der Nachteil ist, dass alles auf Englisch bedient werden muss. Besonders für Anfänger ist deshalb der deutschsprachige Flatrate-Newsletter von Vorteil.
Anschließend brauchen Sie einen HTML-Code, den Sie auf der eigenen Webseite einbauen und der die eingegebenen Emailadressen Ihrer Liste hinzufügt. Es versteht sich von selbst, dass Sie eine (besser mehrere) Webseiten brauchen, um eine Newsletterliste aufzubauen. Es gibt zwar auch die Möglichkeit bestehende Listen zu kaufen, aber das ist relativ kostspielig und man ist nie sicher, was für eine Liste man tatsächlich gekauft hat. Deshalb sind Emaillisten, die man selbst aufbaut am besten und auf diese Weise lernt man den ganzen Prozess am besten. Es ist empfehlenswert den Besuchern ein kostenloses Ebook oder ein Video für die Anmeldung anzubieten. Zusätzlich kann man einige Newsletterausgaben veröffentlichen, damit die Leute wissen, was sie erwartet. Besonders geeignet für das Aufbauen einer Newsletterliste sind gut besuchte Blogs.
Man sollte am besten einen Bereich auswählen, wo man sich gut auskennt und andere etwas lehren kann. Eine wichtige Sache, die man nicht vergessen sollte, ist die Besucher darüber aufzuklären, was sie im Newsletter erfahren werden und vor allem wie sie sich anmelden. Außerdem gilt es rechtliche Bestimmungen zu beachten. Ein Newsletter den Sie an Ihre Abonnenten verschicken muss jedesmal einen Abmeldelink und ein vollständiges Impressum enthalten. Es ist immer gut den Besuchern ein Geschenk für die Anmeldung anzubieten und manchmal ist das der bedeutendste Grund für ihre Anmeldung (Jeder mag Kostenloses…).
Das Wichtigste beim Aufbau einer großen Newsletterliste (als groß kann man eine Liste von mehr als 10 000 Abonnenten bezeichnen) ist der Traffic. Sie müssen dafür sorgen, dass genügend Besucher auf Ihre Webseite kommen, denn nur ein Bruchteil davon wird sich anmelden. Je mehr Menschen Ihre Seite besuchen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand für den Newsletter anmeldet. Es ist außerdem von Vorteil, wenn die Anmeldeform auf allen Seiten sichtbar ist und der Besucher nicht erst klicken muss, um zu erfahren, dass es einen Newsletter gibt. Ein Beispiel sieht man auf diesem Blog. Es kann sich auch lohnen Werbung für den den Newsletter zu schalten, aber am Anfang sollte man sich auf kostenlosen Traffic konzentrieren.
Jetzt kommen wir zu einer der besten Erfindungen des Internetzeitalters: dem Autoresponder. Was das ist? Ein Autoresponder versendet Emails automatisch. Man schreibt die Emails für seine Liste im Voraus und spreichert sie. Anschließend legt man ein bestimmtes Datum fest zu dem sie versandt werden. Man kann dabei nicht nur einen Tag, z.b. 16.09.08, mehrere Monate oder sogar Jahre vorher festlegen, sondern den Autoresponder so programmieren, dass die Email nach einem bestimmten Zeitraum verschickt wird. Ein Beispiel: Sie legen fest, dass jeder Abonnent Ihres Newsletters nach 3 Tagen ein vorgefertigte Email erhält. Anschließend müssen Sie nichts mehr tun, sondern nur dafür sorgen, dass sich Ihre Besucher in die Newsletterliste eintragen. Sie erhalten dann automatisch nach 3 Tagen (vom Zeitpunkt der jeweiligen Anmeldung) Ihre Email zugeschickt.
Der Autoresponder ermöglicht es Ihnen damit eine Emailsequenz zu erstellen und sich zurückzulehnen. Die Emails werden dann hintereinander an alle Emailadressen in Ihrer Liste geschickt. Sie könnten einen Newsletter für ein ganzen Jahr vorbereiten, indem Sie 52 Texte schreiben und sie über ein Jahr verteilen. Jeder Abonnent Ihres Newsletters erhält daraufhin in den ersten 52 Wochen Ihre Emails. Das ermöglicht es Ihnen mehrere Newsletter zu erstellen und automatisch laufen zu lassen. Natürlich haben Sie auch weiterhin die Möglichkeit Ihren Lesern neue Emails zu schicken, wenn es Neuigkeiten gibt. Sie könnten also jede Woche ein Email mit wichtigen Tipps zu einem Thema schreiben und verschicken und zusätzlich erhalten Ihre Abonnenten ein Werbeemail pro Woche.
Sie können aber auch alles automatisieren. Das ermöglicht es Ihnen mit einer Emailliste Geld zu verdienen, obwohl Sie im Urlaub sind oder an einem anderen Projekt arbeiten. Alles, was Sie tun müssen, ist Partnerprogramme einzugehen und diese Produkte in Ihren Email zu bewerben. Setzen Sie nicht einfach dutzende Links in eine Email, sondern konzentrieren Sie sich auf ein Produkt pro Nachricht und schreiben Sie etwas über das Produkt, das Sie verkaufen wollen. Kommt ein Verkauf zustande, erhalten Sie eine Provision. Auf meiner Seite Geld verdienen finden Sie einige Interessante Netzwerke, bei denen Sie sich anmelden können und wo Sie sich die gewünschten Affiliateprogramme aussuchen können. Und das Beste: Dieser Ganze Prozess läuft von alleine. Sie machen also dadurch nicht nur von Anfang an Geld mit Ihrer Liste, sondern vergrößern kontinuierlich die Zahl Ihrer Leser. Und eines steht fest: Eine richtig genutzte Newsletterliste ist Gold wert und kann Ihnen auf Jahrzehnte hinweg Geld auf Knopfdruck einbringen.
Um das Ganze zu verdeutlichen, hier ein Rechenbeispiel: Nehmen wir an, dass Sie eine Emailliste mit 1000 Lesern haben. Anschließend verschicken Sie eine Email, in der Sie von einem Ebook erzählen, das Sie überzeugt hat und das Ihren Lesern gefallen könnte. Vorher haben Sie sich beim Verkäufer als Affiliate angemeldet. Sie schreiben also Ihre Email und fügen einige Male einen Link zur Bestellseite ein, den Sie vom Verkäufer erhalten haben. Nehmen wir an, dass das Ebook 20€ kostet und Ihre Provision pro Verkauf 40% (=8€) beträgt. Das ist ungefähr die durchschnittliche Beteiligung bei Informationsprodukten. Nehmen wir an, dass jeder 2. Leser Ihres Newsletters die Email liest, die Sie verschicken. Das ist ein Punkt, den viele Gurus nur zu gerne übersehen, wenn sie ihre Produkte bewerben. Das ist ein sehr guter Wert (50%) – manche sind schon mit 10% zufrieden, aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es möglich ist, wenn man eine gute Beziehung zu seinen Lesern hat.
Das heißt also, dass von Ihren 1000 Emails 500 tatsächlich gelesen werden. Nehmen wir an, dass jeder 100. Leser das Ebook kauft, das Sie empfehlen. Das würde Ihnen einen Verdienst von 40€ einbringen (5 x 8€). Das ist nicht schlecht für den Versand einer Email, für die Sie nur 10 Minuten brauchen. Doch wir reden hier von einer Newsletterliste mit 1000 Emailadressen. Bei einer Liste von 10 000 wäre Ihr Verdienst 400€, bei einer von 100 000 wäre er 4 000€! Und das pro Email.
Doch das Besondere an dem ganzen Vorgang ist, dass Sie diese Emails vorher anfertigen können und der Vesand läuft automatisch. Sie könnten also 52 solcher Emails schreiben und in den Autoreponder einfügen. Das dauert nur einige Tage und wird Ihnen in einem Jahr etwa 2080€ beim obigen Beispiel einbringen, wenn die Zahlen konstant bleiben. Nicht schlecht für einige Tage Arbeit, oder? Da der ganze Prozess automatisch läuft, brauchen Sie sich nicht mehr um diese Liste zu kümmern. Sie können solange an weiteren Liste arbeiten oder dafür sorgen, dass mehr Besucher auf Ihre Webseite kommen. Vermeiden Sie es Ihren Lesern nur Werbung zu schicken und senden Sie Ihnen zwischendurch hilfreiche Tipps zum Thema. Außerdem sollten Sie nicht versuchen Eskimos Kühlschränke zu verkaufen. Wenn Sie einen Newsletter zum Thema Gesundheit schreiben, bewerben Sie keine Datingportale und Flachbildschirme, sondern passende Produkte.
Haben Sie in diesem Artikel einen Einblick dafür bekommen, wie toll das Internet ist um Geld zu verdienen? Sie können alle Vorgänge vom Sammeln der Emailadressen auf einer Webseite bis zum Verdienen durch Affiliatelinks automatisieren. Sie sind also in der Lage nach und nach kleine Geldmaschinen zu erstellen, die selbstständig funktionieren und Geld einbringen. Das Ganze läuft auf einer ganz anderen Ebene ab, wenn Sie eigenen Produkte entwicklen, die Sie verkaufen können, aber das ist nicht notwendig. Es gibt auch Menschen, die nur davon leben, dass Sie Ihrer Liste Affiliateprodukte empfehlen.

Klasse Artikel. Genau so macht man das. Das ist der Schlüssel zum Erfolg im Internet.
Ich selbst verwende zwar nicht die Newsletteranbieter, die Du genannt hast, sondern mailresponder.de (siehe dort auch Kundenmeinung
). Ich denke, dass Sich die Investition in ein eigenes Programm sich gut bezahlt macht.
Nützt den Tipp, etwas kostenloses als Bonus anzubieten, wenn sich jemand in den Newsletter einträgt. Ihr müsst es schaffen, dass sich so ein Art “sog” aufbaut. Ihr müsst ein Produkt anbieten, das jeder haben will – dann klappt das von ganz allein
Treffender Artikel. Nur eine kleine Anmerkung: Der hier beschriebene Autoresponder ist genau gesagt ein Follow-up-Autoresponder.
@ Hanspeter: ich weiß nicht genau, ob Du meinen Hinweis zu dem Newsletteranbieter gemeint hast, oder den von Haris.
Richtig ist, dass zumindest mailresponder.de den Schwerpunkt auf Follow-up hat. Dies ist auch der wichtigste Teil, um Erfolg mit einer eigenen Newsletter-Liste zu haben (==> automatischer Aufbau von Beziehungen zum Leser). Die Follow-up- Funktion schließt jedoch nicht aus, dass man auch einzelne Newsletter-eMails darüber versenden kann.
[...] im Internet verdienen: Wie man eine Emailliste aufbaut und damit Geld verdient Sehr guter Artikel, vermittelt vor allem Grundlagen. Den Artikel einmal zu lesen, kann auf jeden [...]
Das wichtigste bei einer Emailliste ist das double optin Verfahren.
Zum einen kann man als Webmaster ruhig schlafen und die Leute können sicher sein, dass Sie auch wirklich die Adresse eingetragen haben. Oft vergessen die Leute es wenn man sich länger per Mail nicht gemeldet hat
@Harry: Danke für den Hinweis – dieser ist absolut berechtigt. Es ist extrem wichtig, dass die Liste “sauber” aufgebaut wird, dass man die erforderlichen Daten auch als Nachweis zur Verfügung hat.
Viele Grüße
Siegmar