Mit Blogs verdient man kein Geld
oder Warum der Stundenlohn eines normalen Bloggers geringer ist als der eines chinesischen Fabrikarbeiters
Viele Menschen, die mit dem Bloggen anfangen, wollen vor allem eines: Viel Geld verdienen. Andere drücken sich genauer aus, indem sie sagen, dass sie sich ein passives Einkommen aufbauen wollen. Es gibt nur ein Problem: Mit Blogs verdient man kein Geld und als Blogger reich oder Millionär werden zu wollen, ist beinahe utopisch. Sicher, es gibt im englischsprachigen Raum einige, die es tatsächlich durchs Bloggen zur ersten Million geschafft haben, aber man kann sie an einer Hand abzählen.
Bei den meisten englischsprachigen Top-Bloggern liegen die jährlichen Einnahmen bei 100.000$ bis 400.000$. Damit wären die meisten Menschen sehr zufrieden, aber man sollte immer bedenken, dass sie ein viel größeres Publikum haben. Die meisten Leute, die Blogs lesen, können zumindest etwas Englisch, aber wieviele von ihnen verstehen Deutsch? Deshalb ist die Zielgruppe eines deutschen Bloggers von Anfang an viel kleiner.
Das soll nicht heißen, dass sie zu klein ist, um damit Geld zu verdienen. Ein kaufkräftiger Markt von ca. 100 Millionen Menschen (D, A, CH) ist sehr interessant, besonders wenn man beachtet wie wenig (ernsthafte) Konkurrenz es gibt. Meiner Meinung nach ist es hier möglich 10.000€ bis 20.000€ monatlich mit dem Bloggen zu verdienen, falls man einige Jahre Arbeit investiert. Falls man von Anfang an auf bezahlte Autoren, wie bei imgriff.com, setzt möglicherweise noch mehr.
Für die meisten Menschen ist das schon mehr als genug und sie sind froh von zuhause aus und ohne große Anstrengung solche Einnahmen zu erzielen. Besonders wenn ihnen das Bloggen Spaß macht. Für jemanden, der das ganze nicht als Hobby sieht (auch wenn es Spaß macht), sondern ein solides Internetgeschäft aufbauen will, ist es zuwenig. Bedenkt man den Aufwand bei Blogs und vergleicht ihn mit den Einnahmen, dann ist das Verhältnis meistens nicht gut. Man investiert Stunden und Tage in das Optimieren für Suchmaschinen, in Verbesserungen des Designs und in das Schreiben der Beiträge - nur um am Ende der Woche einige Dollar durch Adsense einzunehmen. Kein wirklich guter Stundenlohn - in China ist er vermutlich größer.
Außerdem schaffen es immer nur einige Wenige an die Spitze und können am Ende vom eigenen Blog leben. Falls es doch jemand allein mit dem Bloggen schaffen will, scheint ein vereinfachtes Erfolgsrezept zu sein gute Beiträge zu schreiben und ausdauernd zu bleiben (das erste Jahr arbeiten Blogger im Grunde ohne Gehalt). Ich möchte in diesem Artikel keineswegs Blogs schlecht reden. Es geht mir lediglich um die Betrachtung von Blogs unter dem Verdienstaspekt und hier sieht es nicht gut aus, falls man einen normalen Ansatz verfolgt, also das tut, was die meisten versuchen.
Ich sehe einen Blog vielmehr als eine Form qualitativen und gezielten Traffic anzuziehen und möglicherweise eine Community zu einem Thema aufzubauen. Ein Blog über das Abnehmen wird Menschen anziehen, die genau dieses Ziel haben, und das Tolle daran ist, dass sie bereit sind Produkte zu kaufen, die ihnen dabei helfen. Hinzu kommt das sie Ihnen vertrauen, falls Sie einen entsprechenden Blog führen, und in Ihnen einen Experten sehen, was Sie durch Ihre bisherigen Blogbeiträge unter Beweise gestellt haben. Als langjähriger Blogger sind so also im Grunde ein “bestätigter” Experte - nicht nur einer, der es behauptet. Die Besucher können sehen, wieviel Sie wissen, indem sie frühere Artikel lesen, und durch die Beliebtheit Ihres Blogs (Anzahl der Kommentare, Alexa, Backlinks, usw.) erkennen sie, dass auch andere Ihre Ratschläge beachten.
Ein guter Blog ist deshalb vor allem eine Basis für neue Besucher und die Möglichkeit Ihr Fachwissen unter Beweis zu stellen. Man könnte ihn auch als PR-Station, eine große Visitenkarte von Ihnen oder ein Werbemittel in einem sehen. Der Grund warum die meisten Blogs wenig verdienen oder zumindest viel weniger als möglich wäre, obwohl sie ausreichend Traffic erhalten, liegt daran, dass sie sich nur auf Werbung beschränken. Der Markt für Werbung auf Blogs ist noch relativ jung und nur wenige Werbetreibende beachten ihn überhaupt. Besonders im deutschsprachigen Raum dauert es vermutlich noch einige Jahre bis Unternehmen wie Siemens oder BASF Banner auf Blogs kaufen werden. Wir befinden uns mitten in einer Wachstumsphase und am Ende werden Blogs viel bekannter sein und einen größeren Anteil vom riesigen Werbekuchen erhalten.
Doch selbst wenn das geschieht, werden die meisten Blogger unter ihren Verdienstmöglichkeiten bleiben.
Was ist der Grund dafür?
Der Grund ist, dass 99% der Blogger schlechte Geschäftsleute sind. Sie sind alles außer Geschäftsleuten. Das ist traurig, aber wahr. Die meisten sind Journalisten oder zu technik- internetbegeistert, was dazu führt, dass sie über dieselben Themen schreiben wie andere und sich lediglich auf die Texte konzentrieren. Diejenigen, deren Inhalte nichts taugen gehören in eine andere Kategorie, aber die lassen wir hier aus.
Hier sind einige Beispiele:
Steve Pavlina (stevepavlina.com) hat den meistbesuchten Blog der Welt zum Thema Persönliches Wachstum, doch seine größte Einnahmequelle ist Adsense! Es hat bis jetzt kein eigenes Produkt entwickelt und wird in den nächsten Monaten ein (richtiges) Buch veröffentlichen. Die Einnahmen daraus sind noch schlechter als aus Werbung auf Blogs.
Leo Babauta (zenhabits.net) hat 60.000 RSS-Reader und erhält sehr viel Traffic, aber bis jetzt hat er nur ein Ebook unter 20$ veröffentlicht.
Darren Rowse (problogger.net) besitzt einen der meistgelesenen Blogs zum Thema “Geld verdienen mit Blogs” und bis jetzt hat er lediglich ein Ebook für 25$ im Angebot.
Die Liste ließe sich endlos fortsetzen…
Jemand, der im Internet Geld verdienen will, muss vor allem dafür sorgen, dass er nicht in dieser Kategorie der Journalisten und Technikfreaks landet. Unsere Aufgabe ist es sich vor allem auf die Seite des Bloggens zu fokussieren, die Geld einbringt. Falls man nur aufgrund seiner Texte Geld verdienen will, kann man sich auf eine lange Reise vorbereiten.
Betrachtet man Blogs vom Standpunkt eines Geschäftsmannes (bzw. einer Geschäftsfrau) und berücksichtigt man die vorherige Feststellung, dass Blogs viele kaufbereite Besucher erhalten, bleibt vor allem eine Möglichkeit, um viel Geld zu verdienen: Durch den Verkauf von Produkten. Es müssen keine eigenen Produkte sein und Sie können auch andere Leute beauftragen sie zu entwickeln, falls Sie diese Aufgabe nicht übernehmen wollen. Ich möchte Ihnen eine Frage stellen:
Wann verdient ein Unternehmer Geld?
Wenn er Geld von Kunden im Tausch für eine Dienstleistung oder ein Produkt erhält, oder?
Ganz einfach. Natürlich gibt es auch Geschäftsmodelle, die fast nur auf Werbung aufbauen, aber das ist immer riskant, weil man sehr abhängig von Werbekunden ist. as ist auch der Grund warum TV-Sender, Zeitungen und Nachrichtenwebseiten zusätzlich Bücher, Seminare und DVDs verkaufen. Im Internet können sich die Spielregeln noch schneller verändern. Besonders Google kann von einem Tag auf den anderen seine AGBs ändern und man ist seine größte Einnahmequelle los. Viel stabiler sind Einnahmen aus dem Verkauf eigener Produkte auf dem Blog. Einige bekannte Blogger haben zwar Ebooks veröffentlicht, aber warum beschränken sie sich auf 20$-Produkte? Warum entwickeln sie keinen 200$-Onlinekurs? Sie sind in einer fantastischen Lage, weil sie schon als Experten in ihrem Feld anerkannt sind und viel Traffic bekommen. Ihre Leser wollen im Grunde sogar, dass sie ihnen etwas Nützliches verkaufen. Es ist als würde man in einem Boot auf einem See voller hungriger Fische sitzen und wäre zu faul oder uninteressiert, um den Köder auszulegen.
Es schadet keineswegs Werbung auf seinem Blog anzubieten, aber sie sollte nur einen Teil der Einnahmen ausmachen. Eine weitere Möglichkeit ist der Aufbau einer Email-Liste durch einen Blog, aber dazu gibt es in einem anderen Artikel mehr - heute geht es um den Verkauf von Produkten auf Blogs. Ich habe diese Lektion vor einigen Monaten selbst gelernt, als ich auf 1000tipps.com den Link zu einer Sales Page für mein Ebook mit Geschäftsideen gesetzt habe. Der Blog hatte damals weniger als 3000 Besucher im Monat. Das Interessante war, dass ich auf Anhieb 2 Ebooks für 20€ verkaufte und im Laufe der Woche 2 weitere. Das waren 80€, die durch den Traffic meines Blogs zustande gekommen sind. Ich musste für diese Besucher keinen Cent bezahlen und ein wichtiger Grund für die Kaufentscheidung war, dass sie mich schon durch die Blogbeiträge kannten. Die Verkaufsseite war nicht sehr gut, was an den Reaktionen der Adwordskunden zu sehen war.
Inzwischen habe ich das Ebook vom Markt genommen und biete den Inhalt daraus kostenlos auf dem Blog an. Das war wahrscheinlich ein Fehler, aber hinterher ist man immer schlauer… Die wichtige Botschaft ist jedenfalls, dass ich in der Lage war den wenigen Besuchern des Blogs etwas zu verkaufen, das die meisten nicht interessierte, weil es im Blog vor allem um Erfolg und Persönliches Wachstum geht. Nur wenige haben Interesse an Geschäftsideen und der Markt dafür ist auch nicht sehr groß. Ich verdiente also mehr in einer Woche durch ein eigenes - wenn auch relativ günstiges - Produkt als in den ersten 3 Monaten durch Werbung auf dem Blog. Beides waren natürlich sehr kleine Projekte mit wenigen Besuchern, aber dieser Vergleich hat mich etwas sehr Wichtiges gelehrt:
Wenn du viel Geld im Internet verdienen willst, brauchst du etwas, das du verkaufen kannst.
Wirklich unabhängig im Internetgeschäft wird man nur durch den Verkauf eigener Produkte. Es gibt sicherlich viele weitere Möglichkeiten, wie den Aufbau einer großen Suchmaschine, Handel von Webseiten, SEO, usw., aber als Anfänger mit wenig Startkapital ist es der Königsweg. Betrachten wir dazu folgende Rechnung:
1.
Nehmen wir an Sie führen einen erfolgreichen Blog, der am Tag 1000 Besucher und 3000 Pageviews erhält. Der Blog finanziert sich vor allem durch Adsensewerbung. Ihre Click-Through-Rate (CTR) liegt bei 4%. Das ist mehr als die meisten schaffen. Die Klickpreise (Wie sehr wird ein Keyword nachgefragt?) liegen bei 1$ - nehmen wir an, dass Ihr Anteil pro Klick im Durchschnitt bei 0,50$ liegt. Auch dieser Wert ist höher als bei den meisten Bloggern, außer man hat einen Blog über Geld verdienen oder Versicherungen. Die täglichen Einnahmen liegen als bei ca. 60$ und nachdem man den Betrag in Euro umrechnet bleiben bei einem Wechselkurs von 1,58$ zum Euro noch 38€. Zusätzlich stellt sich die Frage wie man dieses Geld wieder in den Blog investieren kann, um die Einnahmen zu steigern.
Kurz: 1000 Besucher = 38€
2.
Nehmen wir jetzt an, dass Sie sich nicht nur auf die Werbung verlassen möchten, sondern inzwischen ein Ebook zum Thema geschrieben haben, das für 25€ verkauft wird. Sie haben eine gute Sales Page erstellt und einige Spezial-Reports angefertigt. Jetzt schreiben Sie darüber in Ihrem Blog und erklären den Besuchern wie hilfreich dieses Produkt für sie sein wird. Das kann ein Artikel sein oder ein Banner, der immer sichtbar ist - am besten beides. Von den 1000 Besuchern werden ca. 200 auf die Verkaufsseite gelangen und mindestens zwei davon werden das Ebook kaufen. (Falls Sie aus 200 Besuchern keinen Käufer machen können, sollten Sie etwas ändern…) Das heißt jeder hundertste Besucher kauft das Buch. Sie erhalten 50€ und können dieses Geld in Adwordswerbung stecken. Falls nur jeder 100ste Besucher kauft, wäre es ein Verlustgeschäft und Sie sollten auf Werbung in Blogs und auf Partnerprogramme setzen.
Kurz: 1000 Besucher = 50€
Das ist ein stark vereinfachtes Modell, aber je höher die Zahlen werden, umso mehr bringen eigene Produkte ein. Außerdem handelte es sich hier um ein günstiges Produkt. Wäre es ein DVD-Set für 99€ gewesen, würde die Rechnung ganz anders aussehen. Wenn man es richtig anstellt, kann Blogwerbung niemals mit den Einnahmen durch den Verkauf von Produkten mithalten - sie ist lediglich ein Zusatz. Die Werbeeinnahmen im Beispiel sind relativ hoch angesetzt und bei den meisten Blogger werden es nur einige Euro im Monat sein, besonders wenn sie die Position der Werbung nicht optimieren.
Hier sind die wichtigesten Dinge noch einmal zusammen gefasst, die meiner Meinung nach zu den Hauptaufgaben eines Blogs gehören:
1. Positionierung als Experte in einem Feld.
2. Kostenlose und kaufbereite Besucher anziehen.
3. Eingeschweißte Community aufbauen.
4. Aufbau einer Emailliste.
Das Geldverdienen geschieht woanders und man sollte als Blogger immer beachten, welche Ziele man damit verfolgt. Soll der eigenen Blog eine Community aufbauen oder einfach nur Besucher von Suchmaschinen auf Sales Pages umleiten? Dieses ganze Prinzip beschränkt sich nicht nur auf Blogs, sondern grundsätzlich auf alle Webseiten. Ich habe das Beispiel der Blogs gewählt, weil es hier besonders deutlich wird. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht Leute zu entmutigen mit dem Bloggen anzufangen, sondern klarzustellen, dass man mit Blogs Geld verdienen kann, doch wenn man viel Geld damit verdienen will, muss man etwas haben, das man verkaufen kann. Allein auf Werbung zu vertrauen ist riskant und schwer vorhersehbar.


Juli 2nd, 2008 at 23:50
Sehr schöner ausführlicher Artikel. Gebe dir absolut recht in deiner Argumentation.
Man darf aber nicht vergessen, dass viele Blogger noch Schüler oder Studierende sind und sich über jeden Euro Taschengeld freuen. Hinzu kommt das Feedback einer großen Leserschaft, was Anerkennung und Selbstvertrauen gibt.
Wenn man allerdings große Sprünge machen will, sollte man, wie du schon sagtest ein Produkt entwickeln und an den Mann bringen.
Juli 6th, 2008 at 17:57
Darf mich Geldkrieg anschließen. Ausführlich und sehr gut geschrieben. Meinne Glückwunsch. War das erste mal auf deiner Seite und werde wohl ab und an mal wieder kommen.
Bei Basic Thinking gab es glaube ich auch mal einen netten Artikel über die verschiedenen Typen von Bloggern und ich gehöre, aktuell, trotz einem CTR von über 4% zu denen die sich darüber freuen wenn sie die Kosten für Webspace und Domain am Monatsende drin haben
Vielleicht mache ich aber doch noch, wie schon von einigen meiner Leser gewünscht, ein E-Book aus meinen Erlebnissen in der VR. Keine Risiken und man tut auch was für´s eigene Ego. Wird dann ebenfalls in der 19,95€ Klasse angesiedelt, aber damit kann ich leben!
Viele Grüße, weiter so,
Sven
Juli 6th, 2008 at 19:29
@ David: Ja, stimmt viele sind Schüler und Studenten - jeder muss selbst entscheiden, ob er bloggt oder Zeitung austrägt. Und Taschengeld ist immer gut.
@ Sven: Du kannst doch Chinesisch und kennst dich in China vermutlich gut aus. Ein besseres Thema wirst du heutzutage kaum finden. Du könntest ja einen Home-Study-Course machen, mit dem man Chinesisch lernen kann. Da kannst du auch viel mehr als 20€ verlangen, wenn er nicht nur aus einem Ebook besteht (Audio, Video, Teleseminare, usw.)
Und zu einem CTR von über 4% kann ich nur gratulieren. Was ist dein Geheimnis?
Juli 7th, 2008 at 10:14
Hallo Haris,
ja, ich kenne mich in China sehr gut aus und deinen Tipp mit den Onlineseminaren nehme ich gerne auf. Mein Chinesisch ist sicherlich nicht das schlechteste und reicht durchaus für meinen Alltagsgebrauch aus, aber dafür habe ich auch genügend chinesische Freunde, die sich auch als Lehrer verdingen.
Mein Weblog hat private Natur und ist eher eine Spielwiese um mal etwas mit Google Ads und Affiliate Sachen zu spielen. Da ich aktuell an einem Businessplan für ein neues Geschäft in China tippere mache ich mir gerne Gedanken über die Anregungen! Meine chinesischen Partner hatten ähnliches schon vor, aber ich lese mich gerne noch weiter in die Thematik ein. Hast Du schon mal ein Ebook schreiben lassen? Mich würden mal die Kosten interessieren, da die Seite ja eher auf einem Prinzip wie getafreelancer.com (Reversauctions ?) basiert. War gestern allerdings zu müde um das noch weiter zu evaluieren.
Ja, danke. Wären nun noch mehr Besucher da würde ich mich zur Ruhe setzen
Evt. war es mein Post darüber das ich nur Werbung mache um meine Freundin Mei Ling 1x im Monat schön zum Essen auszuführen
Den schaut aber niemand an! Mein Blog ist wohl sehr spezifisch, da ich mich eigentlich nur mit dem Thema China auseinandersetze und so kommt auch ein anständiger CTR raus. Im Moment strauchelt er aber bei 4,0X%. War an manchen Tagen schon wesentlich besser, so dass ich schon fürchtete als Klickbetrüger zu gelten und überlegte meinen Adsensecode auf eine meiner anderen Seiten zu setzen um mehr Pageimpressions zu erhalten. Schlechte Welt!
Viel Erfolg noch, war gerade auch auf deinem anderen Blog und muss sagen das mir dieser hier, da wesentlich aufgeräumter, besser gefällt
Viele Grüße aus dem zu warmen Chongqing,
Sven
Juli 7th, 2008 at 11:07
Ich habe noch kein Ebook schreiben lassen, werde es aber tun sobald genug in der Kasse liegt
Eine Zeitlang habe ich ein Ebook mit Geschäftsideen verkauft, das ich selbst geschrieben habe.
Auf guru.com und elance.com finden Sie vielleicht passende Autoren.
Die CTR ist doch schon super. Sie brauchen nur mehr Besucher.
Viele Grüße aus dem zu kalten Heidelberg,
Haris
Juli 7th, 2008 at 18:45
Hi Haris,
besten Dank für den zweiten Link. Das prüfe ich morgen. Es ist mittlerweile 0.43Uhr und Zeit für den Feierabend.
Ja, heute war er nicht so prickelnd, aber das schiebe ich einfach mal auf den Montag! Meine Domainkosten habe ich, nach einer Woche Anzeigen schalten, aber bald drin. Das erfreut mich.
Etwas Abkühlung könnte mir hier nicht schaden, es hat tagsüber Temperaturen die sich in Richtung 40°C entwickeln (aber noch von den Sommertemperaturen zwischen 45-48°C entfernt liegen ;-))
Viele Grüße,
Sven
Juli 8th, 2008 at 01:04
Alleine nur deswegen zu bloggen um den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen ist vom moralischen Standpunkt gesehen verwerflich. Viele Blogger wollen der Welt einfach etwas mitteilen und sind daher an möglichst vielen Lesern interessiert. Geld verdienen ist dabei eine Nebensache, die dazu dient den Unterhalt zu finanzieren. Der Lohn des Bloggers ist dabei der Spass an seinem Hobby.
Juli 8th, 2008 at 09:06
@ Sven: Bei solchen Temperaturen bin ich ja richtig froh, dass ich im kühlen Mitteleuropa lebe…
@ Alexander: Wo steht denn, dass man irgendjemandem das Geld aus der Tasche ziehen soll? Ich habe mich hier auf das Bloggen im Rahmen eines Internetgeschäfts bezogen. Also wenn man von seinen Aktivitäten im Netz leben will. Falls das Bloggen nur ein Hobby ist, sieht das Ganze anders aus.
Natürlich bleibt es jedem selbst überlassen, ob man mit Blogs Geld verdienen will oder nicht. Allein die Tatsache, dass es möglich ist, wird viele Interessenten anziehen.
Als Maler kann man nur aus der Freude daran Bilder malen oder um bekannt und reich zu werden. Ich denke, es kommt auch darauf an wie man das Bloggen bzw. seinen Blog sieht: als Hobby oder als Geschäft (natürlich geht auch beides) - denn das wird man am Ende erhalten.
Juli 11th, 2008 at 08:39
Hallo,
vielen Dank für diese sehr umfassende und informative Sichtweise, welche ich nachvollziehen kann. Es ist nun mal sehr schwierig, mit dem eigenen Blog, Geld zu verdienen und vor allem genügend davon, so dass das Verhältnis zwischen der gebrachten Leistung und den generierten Einnahmen stimmen würde.
Ich blogge seit ca. 4 Monaten auf meinem jetzigen Blog, vorher war ich bei Blogspot, wo ich auch das Bloggen kennengelernt habe, aber nun lerne ich die Blogosphere vermehrt kennen.
Der Reiz am Blogging ist mir noch lange nicht vergangen und ein Blogger kann immer wieder etwas an seinem Blog optimieren sowie selbst und von anderen lernen. Vielen Blogger schreiben, wie man Einkommen mit dem eigenen Blog erzielen kann, aber dabei bleiben und kämpfen nur die Wenigsten.
Ich finde, dass ein Blog, um erfolgreich damit zu sein, in allen Richtungen optimiert werden muss, sei es die Gewinnung der neuen Leser oder Suchmaschinenpositionen. Man kann und sollte dabei alle Tipps, die man nur finden kann, selbst anwenden, was natürlich 1-2 oder mehr Jahre dauert, bis man etwas erreichen kann oder daraus schlau geworden ist.
Der Spass am Bloggen gibt einem Ausdauer und andererseits wer hat schon im richtigen Leben Spass an seiner beruflichen Tätigkeit? Jetzt mal ehrlich, bestimmt nur eine geringe Anzahl.
Im letzten Monat bei Blogspot habe ich über 200 Euro Netto durch Payblogging verdient. Damit war ich sehr zufrieden, wobei ich nicht geglaubt habe, dass man ohne einen Onlineshop Einnahmen erzielen kann.
Wenn es auf dieser Ebene klappt, dann muss man doch noch mehr daraus holen können. Ehrlich gesagt, will ich im Web keineswegs irgendwo twittern, sondern mir eine Existenz als Webworker aufbauen.
Mein Blog kann ruhig dazu gehören, auch wenn ich noch sehr viel zu tun habe:). Der Weg ist das Ziel, oder wie war das nochmal!?
Deine Tipps nehme ich mir zu Herzen:).
Grüsse…
Juli 11th, 2008 at 21:10
Danke für dein Kommentar, Alex. Ich kann dir bei deinen Aussagen nur zustimmen.
Dieses ständige Lernen und Verbessern beim Bloggen ist eine Sache, die auch mich fasziniert. Ein Blog ist niemals fertig. Es gibt immer etwas zu tun.
Die meisten Blogger hören nach den ersten Monaten auf, weil sie schnelle Ergebnisse erwarten oder nur wegen dem Verdienst dabei sind. Alle erfolgreichen Blogger sind mindestens 2 Jahre dabei und schreiben regelmäßig. Wenn man Spaß daran hat, wird man es höchstwahrscheinlich auch schaffen, denn man hat die notwendige Ausdauer.
Was genau ist Payblogging? Bezahlte Artikel für andere Blogs schreiben oder wie läuft das?
Ich denke, dass es langfristig gesehen besser ist für den eigenen Blog zu schreiben als für andere. Daduch kann man viel mehr verdienen, falls man eine Strategie hat. Dann könntest du in einem Jahr 200€ oder mehr pro Monat durch Werbung erhalten, ohne dass du irgendetwas tun musst.
Aber kurzfristig ist es sicherlich eine gute Möglichkeit.
Weiterhin viel Erfolg und vor allem viel Spaß beim Bloggen.
Viele Grüße
Juli 12th, 2008 at 02:13
@ Haris,
ja das stimmt wohl, dass das Blogging ein sehr langwieriger Prozess ist, welchen man lange ausüben muss, um sich selbst sagen zu können, ob man das wirklich machen möchte und ob es einem soviel Spass macht, dabei zu bleiben.
Das mit den 2 Jahren, das hast du genau richtig angesetzt, sowas müsste man allen vermitteln und ans Herz legen. Es dauert mindestens so lange, bis man etwas oder etwas mehr mit dem Bloggen erreicht hat.
Payblogging ist dieses bezahlte Bloggen für die ganzen Anbieter ala Trigami, Hallimash und co. Naja, hin und wieder, ist das vielleicht nicht verkehrt und bessert das eigene Kleingeld etwas auf.
Aber höchstwahrscheinlich steckt das einzig wahre Potential eines Bloggers in seinem Blog selbst. Bezahlte Beiträge runden wohl eher das Blogeinkommen etwas mehr ab. Entweder man kann es machen oder man legt auf andere Dinge und Strategien einen bedeutenden Wert.
Ich blogge derzeit als Hobby, aber wenn es sich daraus etwas Anderes in Richtung stetiges Blogeinkommen entwickeln möge, dann werde ich dem nicht im Wege stehen:).
Ebenfalls einen grossen Spass beim täglichen Blogging!
Grüsse…
November 11th, 2008 at 00:28
“Der Grund ist, dass 99% der Blogger schlechte Geschäftsleute sind. ”
Das mag sein, doch siehe dir doch bitte nochmal deine, wenn auch optimistische, Rechnung an.
Am Tag 3000 PI , CTR von 4 % und 50 Cent pro click sind 60 Dollar am Tag, gibt also 1800 Dollar im Monat.
Das ist doch ein nettes Taschengeld.
November 11th, 2008 at 14:06
Ich weiß, dass die Rechnung sehr optimistisch ist und habe sie gewählt um zu zeigen, dass es sich auch mit einer CTR von 4% langfristig nicht lohnt, zumindest nicht, wenn man es mit anderen Verdienstmöglichkeiten vergleicht.
November 11th, 2008 at 14:18
Haris,
schau dir doch nochmal deine Rechnung an.
Du verwechselst Tag und Monat.
November 11th, 2008 at 16:47
Ach so, das hast du gemeint. Hast natürlich Recht. Vielleicht sollte ich es anders formulieren: “Die meisten Blogger verdienen kein Geld, weil sie nicht rechnen können.”:-)