Das ist eine ziemlich ungewöhnliche Theorie über Blogartikel, aber sie hilft mir mich darauf zu konzentrieren gute Inhalte zu schreiben und langfristig zu denken. Versuchen Sie jeden Ihrer Artikel im Blog als einen Ihrer Soldaten zu sehen - Sie sind der General und Stratege Ihrer Truppe. Sehen Sie einen Artikel im Blog nicht bloß als etwas an, das Sie kurz schreiben, um es hinter sich zu haben, sondern betrachten Sie jeden Beitrag als einen Soldaten oder Arbeiter, der Ihnen unterstellt ist. Ein Blogbeitrag ist nicht ein Mittel, um gute Googleplatzierungen zu erhalten oder irgendetwas zu schreiben, damit es im Blog steht, sondern er ist ein Ausdruck Ihrer Persönlichkeit - ein Teil von Ihnen. Versuchen Sie so zu schreiben, damit Ihr Artikel möglichst vielen Menschen hilft und möglichst lange aktuell bleibt. Das funktioniert natürlich nicht in allen Bereichen, denn bei IT-Themen oder politischen Dingen ändert sich zu viel, um einen Artikel von dauerhafter Aktualität veröffentlichen zu können. In diesem Punkt habe ich mit 1000tipps.com den Vorteil, dass ein Beitrag über das positive Denken noch in 5 oder 10 genauso aktuell sein wird wie heute. Somit arbeitet jeder meiner Soldaten/Arbeiter 24-Stunden lang jeden Tag und bringt neue Besucher auf die Webseite und macht etwas Geld. Mit jedem Blogbeitrag erhöht sich die Anzahl Ihrer Soldaten und mit der Zeit haben Sie eine Armee, die “selbstständig” für Sie arbeitet. Wenn Sie beispielsweise für eine lokale Zeitung schreiben, dann ist das nicht der Fall, denn Ihr Artikel landet nach einer Woche in der Altpapiertonne und Ihr Name ist vergessen. Bei einem Blog ist es hingegen so, als hätten Sie eine eigene Zeitung oder eine eigene PR-Agentur, die ständig Ihre Beiträge veröffentlicht und für die Öffentlichkeit zu Verfügung stellt. Im Grunde haben Sie auch einen angeschlossenen TV-Sender, falls Sie Videos machen. Und das beste ist, dass Sie mehrere Blogs (=Armeen) aufbauen können. Falls Sie Schwierigkeiten haben Ihren Blog als Armee zu sehen, weil Ihnen das zu brutal erscheint oder weil Sie Pazifist sind, dann versuchen es stattdessen mit dem Vergleich mit einer Zeitung, einem Unternehmen oder etwas anderem versuchen. Mir hilft der Vergleich mit Soldaten strategisch zu denken, was meiner Meinung beim Bloggen auch notwendig ist.
Blogs sind dabei das Internet zu revolutionieren - die Revolution der Revolution also. Sie erlauben es jedem Menschen ohne Programmierkenntnisse oder Ähnliches eine eigene Webseite zu starten, die sie mit ihren Inhalten füllen können und die gute Platzierungen bei den Suchmaschinen erhält. Das ist so ähnlich wie bei den PCs in den 80er Jahren, die nur von Spezialisten oder Computerfreaks bedient werden konnten, doch sobald die Bedienung vereinfacht wurde und Innovationen wie die Maus hinzukamen, konnten auch Laien sich damit auseinandersetzen. In den ersten Jahren des Internets war die Situation vergleichbar, doch inzwischen kommen immer mehr Laien dazu eigene Projekte zu starten und ein Onlinetagebuch zu führen. Ganz egal ob Arzt, Schüler oder Hausfrau, jeder kann in wenigen Minuten eine Website erstellen, die besser aussieht als die meisten der ersten Jahre des Internets. Journalisten und Autoren sind nicht mehr von Programmierern oder Webdesigern abhängig, sondern wirklich selbstständig, nicht nur was die Kosten angeht.
Sie müssen die Zeit, die Sie zum Schreiben einplanen, sich um Ihre Soldaten kümmern, sich auf bestimmte Bereiche beschränken (Kräfte konzentrieren) und langfristig denken. Im Grunde ist es also vergleichbar mit den Aufgaben eines General. Sie sollten sich auf ein bis zwei Gebiete spezialisieren, denn Ihre Soldaten würden Sie ja auch nicht einzeln in die Schlacht schicken, sondern zusammenziehen und dort angreifen wo Ihre Chancen am größten sind. Das heißt, dass Sie keine Schlachten kämpfen sollten, die Sie nicht gewinnen können. Ein Beispiel dafür beim Bloggen wäre, wenn Sie versuchen den großen Zeitungen durch eigene Artikel Konkurrenz zu machen oder das machen, was alle machen. Sie müssen dafür sorgen, dass Sie aus der Masse hervorstechen.
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2 Kommentare
Der Vergleich das Blogbeiträge Soldaten sind, kann man gelten lassen. Aber ich würd jetzt nicht einfach Blogbeiträge sagen, sondern überhaupt jede Webseite im Internet, die mir “gehört”, die ich gestaltet habe und wo ich was geschrieben habe, kann als so einer gelten. Blogs sind vor allem dann nützlich, wenn man erst anfangen möchte und erstmal schauen will, wie das funktioniert und was es für Möglichkeiten gibt.
Ja, du hast Recht. Webseiten kann man auch als Ganzes betrachten. Hört sich nur besser an, wenn ich zu mir selbst sagen kann, dass ich 600 Soldaten (=Artikel) habe als nur 2. Hilft dem Ego/Selbstbewusstsein etwas…
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