Ist das Internet für Sie ein Geschäft oder ein Hobby?
29. Juli 2008 von Siegmar
Diese Frage hört sich zwar banal an, aber sie ist entscheidend, wenn es darum geht, was Sie überhaupt in diesem riesigen Internet suchen. Da Sie diesen Blog lesen, ist es möglich, dass Sie jeden Tag online sind, vielleicht mehrere Stunden lang. Aber die Frage lautet: Warum sind Sie hier? Es gibt wirklich unglaublich viele Blogger und Webmaster, die unprofessionell sind – ich spreche hier lediglich vom Standpunkt des Geldverdienens.
Ihre Themen, Texte und das Design lassen jedenfalls darauf schließen, dass sie kein Geld mit ihren Webseiten verdienen wollen. Oder sie haben falsche Vorstellungen von der Internetwelt und sind in einer Goldgräberstimmung in dieses Geschäft gelangt. Sie glauben, es reicht einige simple Webseiten mit Reseller-Ebooks oder Adsense zu erstellen, um davon leben zu können. Ganz zu schweigen von den “Domain-Parking-Leuten”…
Dann gibt es diejenigen, die einfach nur bloggen, um zu bloggen. Natürlich gibt es auch dafür verschiedene Gründe (Selbstwertgefühl steigern, Anerkennung, Freunde finden, usw.). Die Gründe sind in diesem Fall nicht entscheidend und sie zu untersuchen, würde zu weit in die Psychologie gehen. Diese Gruppe ist meiner Meinung nach die größte. Es gibt viele Blogs, die versuchen einige Euros nebenbei zu verdienen, aber sich nicht besonders darum kümmern und ihr “Meinung nicht für Klicks verkaufen wollen”.
Alle diese Motive sind in Ordnung und dieser Artikel soll sie in keiner Weise verurteilen. Es ist ok, wenn Menschen nur als Hobby bloggen, SEO betreiben und Blogs lesen, denn es wäre ein ziemlich harter Markt, wenn wirklich jeder versuchen würde von einer professionellen Seite so viel Geld wie möglich zu machen. Die meisten dieser begeisterten Internetnutzer sind unter 30, männlich, mehrere Stunden am Tag ununterbrochen online und nutzen die Web2.0-Angebote viel. Sie sind gehören zur zweiten Computer bzw. Internetgeneration. Die erste war die von Bill Gates, Paul Allen, Steve Jobs usw.
Der Punkt, um den es mir in diesem Beitrag geht, ist die Frage: Zu welcher Kategorie gehören Sie? Sind Sie ein begeisterter Internetnutzer und sehen Sie sich selbst als technologieaffin an? Fallen Sie eher in diese Kategorie der Internetnutzer, die sich im Netz schnell ablenken lassen, weil sie so viel Interessantes darin finden? Daran ist wirklich nichts auszusetzen und es ist ein großer Vorteil, wenn Sie das Internet mögen und damit Geld verdienen wollen.
Sie sollten sich jedoch klar für eine Seite entscheiden. Entweder sind Sie Geschäftsmann oder ein Internetgeek. Falls Sie im Internet viel Geld verdienen wollen, dann schlage ich vor, dass Sie sich auf die Seite der Geschäftsleute schlagen und sich damit identifizieren. Es ist etwas völlig anderes, ob man sich als Blogger oder als ein Unternehmer versteht. Blogger sind im Grunde Journalisten. Und Jouranlisten machen nicht viel Geld. Falls Sie also vor haben im Internet reich zu werden und ein richtiges Geschäft aufzubauen, müssen Sie lernen so zu denken wie ein erfolgreicher Geschäftsmann. Studieren Sie die Biografien von gerühmten Unternehmern aus anderen Branchen, wie Richard Branson, Paul Getty, John D. Rockefeller, Michale Bloomberg, Henry Ford, Siemens. Setzen Sie sich nicht Darren Rowse zum Vorbild, sondern John Reese, usw.
Das wird Ihnen dabei helfen, das Internet als einen großen Markt zu sehen mit viel Potential, anstatt als eine Spielwiese mit viele tollen Programmen und Informationen. Einerseits hat man bei dieser Revolution, in der wir uns gerade befinden, das Gefühl wie die Ausländer, die zum ersten Mal Öl in der Wüste von Saudi Arabien fanden. Man steht vor unglaublichen Möglichkeiten und viele andere scheinen sie nicht zu erkennen. Andererseites hat man jedoch auch das Gefühl, dass sich die Welt täglich verändert und zusammenwächst. Jeden Tag entstehen neue Webseiten mit tollen Funktionen und Inhalten. Bei dieser Sichtweise ist man erstaunt über diese Entwicklung und möchte am liebsten alles ausprobieren. Man meldet sich bei verschiedenen Social Bookmarking Diensten an, schreibt auf seinen Lieblingsblogs regelmäßig Kommentare, stimmt bei Yigg ab, liest Nachrichtenseiten, schaut regelmäßig in seinen Feedreader, Chattet, schaut Videos bei youtube, empfiehlt sie Freunden, fügt sie auf seinem Blog hinzu und setzt ein Lesezeichen bei Stumbleupon, usw…
Die Liste ist beinahe endlos. Doch alle diese Dinge haben eines gemeinsam. Sie machen kein Geld. Sie können nicht mit Chatten Geld verdienen oder mit Social Bookmarking. Falls Sie das Internetgeschäft ernst nehmen – und das sollten Sie falls viel Geldverdienen zu Ihren Zielen gehört – sollten Sie sich vor allem als Unternehmer sehen, der sich auf sein Geschäft konzentriert. Stellen Sie sich vor, Sie hätten eine Dönerbude oder ein Nagelstudio. Würden Sie dort jede Stunde Ihre Emails checken, ständig auf witzigen Webseiten surfen und viele Dinge tun, die Sie nicht weiterbringen? Vermutlich nicht, denn Sie haben ein Geschäft zu führen. Als Selbstständiger im Internet, besonders wenn man eine Ein-Mann-Firma ist, wird man oft abgelenkt oder hat keine Lust auf die Arbeit. Falls man das Internetgeschäft wählt, muss man auch bereit sein daran zu arbeiten.
Klar, es ist vielleicht nicht so aufregend ein Ebook zu schreiben oder ein Programm zu erstellen, das man verkaufen kann, aber es ist notwendig. Wer Geld verdienen will, muss anfangen die Dinge zu tun, die Geld einbringen. Dabei muss man keineswegs auf Spaß verzichten und es wäre schlecht, wenn Ihnen das Geldverdienen im Internet überhaupt keine Freude bereitet. Dann sollten Sie sich vielleicht nach etwas anderem umsehen. Doch es ist wie bei jedem anderen Geschäft: Es gibt Phase, die weniger angenehm sind und wo man hart arbeiten muss.
Ich spreche hier nicht von Menschen, die einen oder vielleicht zwei Blogs haben und nebenbei einen richtigen Job oder etwas ähnliches. Es geht hier um Leute, die sich das Ziel gesetzt haben im Internet viel Geld zu verdienen und bereit sind etwas dafür zu tun. Es geht, um Leute, die in 3 oder 5 Jahren in der Lage sein wollen, für einige Wochen Urlaub zu nehmen, ohne dass sich ihre Einnahmen verändern. Er geht um Leute, die das Internet vom Standpunkt eines Unternehmers angehen und wissen, dass sie nur hier die Möglichkeit haben automatische Verkaufsprozesse zu erstellen, die Geld einbringen, während sie schlafen oder am Strand liegen. Hier geht es nicht um irgendwelche 100€-pro-Monat-Mickey-Maus-Blogs (ja, ich bin mir bewusst, dass meine Blogs zur Zeit auch dazu gehören…), sondern um Leute die 10 000€ und mehr pro Monat online verdienen wollen. Für mich ist das ein klares Ziel und ich bin überzeugt, dass es möglich ist.
Aller Anfang ist schwer und auch im Internetgeschäft muss man viel lernen, wenn man Erfolg haben will. Doch man darf nicht schnell aufgeben, denn die ersten Monate sind die schwierigsten. Es sind die Monate, in denen man kein Geld hat, um für Webdesigner, Programmierer und Werbung bezahlen kann, sondern alles selbst machen muss. Hat man diese erste Hürde überwunden und macht jeden Tag etwas Geld, geht alles viel leichter. Dann kann man viele Arbeitsschritte auslagern und sich vor allem auf die Dinge konzentrieren, die Geld machen. Dann ist man wirklich ein Unternehmer. Es ist jedoch sehr wichtig diese geistige Einstellung schon vorher zu haben.
Ein Unternehmer ist nicht jemand, der schlauer und gebildeter ist als alle anderen, sondern derjenige, der eine Vision hat, eine Chance entdeckt und mutig genug ist, um sie wahrzunehmen. Unternehmer sind Organisatoren und Macher, die das Wissen, das Geld, die Erfahrungen und Ideen der anderen nutzen, um ihren Traum zu verwirklichen. Sie können nicht alles selbst machen und das wissen sie. Deshalb sind sie ständig auf der Suche nach Wegen, wie sie gute Mitarbeiter einstellen können. Sie sind fast nie begeisterte Technikfreaks, sondern vor allem Geschäftsleute.
Es gibt natürlich auch Ausnahmen, aber Fälle, wie Google und Microsoft, wo die Visionäre/Unternehmensgründer zugleich auch Technikfreaks sind. In den meisten Fällen ist die Auswahl der Branche für die Unternehmer nicht entscheidend. Ein Rockefeller oder Carnegie wäre in anderen Branchen genauso erfolgreich und zufrieden gewesen. Es geht vor allem darum gute Chancen zu erkennen und sie zu ergreifen.
Der Zweck dieses Artikel ist vor allem Sie dazu zu bewegen sich zu entscheiden zu welcher Gruppe Sie gehören wollen, den Amateuren oder den Professionellen und denen, die wirklich online Geld verdienen. Ich denke es ist eine fundamentale Entscheidung und sie ist wichtig, wenn es um Ihre finanzielle Zukunft geht. Machen Sie das Internet zu einem reinen Hobby und es wird immer ein Hobby bleiben. Machen Sie es zu einem Geschäft und Sie werden zu einem Profi werden, der versteht wie man in einigen Tagen mehr verdient als andere Menschen im Jahr und es auch tut. Falls Sie im Internetgeschäft sind und sich vor allem als Unternehmer sehen und gleichzeitig Spaß an der ganzen Sache haben, dann ist das die perfekte Situation für zukünftigen Erfolg.
Die wichtigste Aussage dieses Beitrags könnte man auch so ausdrücken: Wenn Sie im Internet viel Geld verdienen wollen, dann nutzen Sie den größten Teil Ihrer (Online-)Zeit für Dinge, die Geld einbringen oder es in Zukunft tun werden. Es ist selbstverständlich, dass Sie bei einer solchen Betrachtung auf bestimmte Dinge verzichten müssen und dass die Produktentwicklung wichtiger ist als die neuesten Promi-news oder interessante Funktionen eines Instant Messengers, aber jedes Ziel erfordert einen Preis, den man zu zahlen bereit sein muss.
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Internet:Geschäft oder Hobby ?…
Einen sehr interesanten Beitrag fand ich soeben auf Geld verdienen im Internet.Diese Frage sollte sich nämlich jeder Internetuser stellen,der sich im Internet bewegt,um mehr als nur Mails zu schreiben……
Ehrlich gesagt, warum soll man sich entscheiden für eine Seite? Ein Mensch der im Internet mit seinem Fachwissen Geld verdient, kann trotzdem auch ab und an den Dingen nachgehen die weniger Spaß machen. Alleine schon um neue Dinge auszuprobieren und dafür die Augen offen zu halten, braucht man einen gewissen Spieltrieb und Neugierde. Das sind die Dinge die bei reinem Geschäftsdenken auf der Strecke bleiben.
Ja man soll seine Geschäft und nennen wir es Visionen so professionell wie möglich umsetzen, dabei doch nicht die anderen Dinge vergessen. Denn sich einmal gehen lassen, entspannen oder einfach nur sinnlose Sachen machen, was alles Spaß machen kann ist sehr wichtig. Besonders für unsere geistige Haltung.
Natürlich ist es der Idealfall, wenn man sein Geschäft/seine Arbeit so gerne macht wie ein Hobby. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass man das vom Leben bekommt was man will. Will man ein Geschäft aufbauen, wird man eines erhalten. Will man nur über dies und das bloggen, wird man nicht viel Geld verdienen. Will man viele Kontakte online knüpfen, wird man vermutlich viel mehr Zeit dafür verwenden als damit Sales Pages zu erstellen und Ebooks zu verkaufen, usw.
Um anzukommen, muss man erst die Richtung festlegen, in die man gehen will bzw. ein Ziel auswählen.
[...] Ist das Internet für Sie ein Geschäft oder ein Hobby? Interessanter Artikel über den man nachdenken kann, auch wenn ich diese Meinung nicht zu 100% [...]
Ein ausführlicher und auch interessanter Artikel. Meine Hochachtung. Ich würde mich als Mischung aus beiden sehen. Ich habe viele, vielleicht zu viele, Webseiten die mir überhaupt kein Geld bringen. Ich habe sie aus Prestigegründen oder um zu experimentieren. Was neues ausprobieren was vor mir noch keiner gemacht hat. Das sind alles langfristige Projekte. Auf der anderen Seite habe ich durchaus auch gewinnbringende Projekte die mir sofort Geld bringen sollen. Es macht mir Riesenspass eine Internetseite in das Netz zu stellen und zu schauen ob was draus wird. Da ist Spannung dabei, als auch Unterhaltung. Darüberhinaus möchte ich meine hauptberufliche Tätigkeit nicht aufgeben, da sie mir auch grossen Spass macht.
Man kann einfach nicht stur die Leute in Kategorien einteilen. Das wollte ich nur mal sagen.
Danke für dein Kommentar.
Nein, es hat keinen Sinn die Menschen in Kategorien einzuteilen – wozu auch? Das war nicht, was ich vorhatte. Es geht mir vor allem um die Zeit und wie man sie nutzt. Will man viel Geld im Internet verdienen, muss man denken wie ein Unternehmer, denn als Blogger wird das sehr schwer. Falls eine Webseite/ein Blog beispielsweise kein Geld einbringt oder viel weniger als erwartet, dann beendet man das Projekt und geht zum nächsten, anstatt stur weiterzumachen. Man tut vor allem die Dinge, die Geld machen – dazu gehören vielleicht auch welche, die weniger Spaß machen. Falls es jemandem soviel Spaß macht wie dir, ist das natürlich super. Bei mir ist es genauso.