Auf Einfachheit beim Webdesign setzen
20. Dezember 2008 von Siegmar | Geld verdienen im Internet
Die meisten Webmaster, die etwas verkaufen oder zumindest Geld mit ihrer Webseite verdienen wollen, machen den großen Fehler ihre Seite möglichst bunt, auffällig, schön und ausführlich zu gestalten. Sie merken oft gar nicht, dass sie sich damit mehr schaden als nutzen. Auch ich habe diesen Fehler beinahe ein Jahr lang gemacht. Der Grund dafür war einfach, dass ich dachte erfolgreiche Webseiten müssen so aussehen.
Wenn man sich mit Direktmarketing und sehr erfolgreichen Webseiten beschäftigt, merkt man jedoch schnell, dass schön nichts mit profitabel zu tun hat. Eines der wichtigsten Prinzipien beim Verkaufen ist das der Einfachheit. Man darf den Besucher nicht in eine Lage versetzen, wo er verwirrt ist oder sogar nachdenken muss. Wir alle denken zwar, dass unsere Webseiten einzigartig und toll für den Besucher sind und dass er möglichst viel Zeit darauf verbringen sollte, aber den Besucher interessiert letztendlich nur was er bekommt.
“Was ist für mich drin?”
Falls er nicht innerhalb von Sekunden erkennen kann worum es auf der Seite geht, ist er weg. Er wird sich nicht durch das Archiv kämpfen oder aus Neugier auf Ihrer Seite bleiben. Er möchte nur wissen worum es darauf geht, damit er schnell entscheiden kann, ob ihn das Thema interessiert und ob er für einige Sekunden bleibt. Er weiß, dass er im Internet tausende Möglichkeiten hat. Falls er auf einer Seite nicht sofort findet was er möchte, sucht er sich eine andere.
Es ist nicht so wie früher im Fernsehen, wo man nur 3 oder 20 TV-Kanäle zur Auswahl hatte. Heute gibt es Millionen von Webseiten, aus denen der Besucher wählen kann. Jemand, der ihn mit einem riesigen PopUp begrüßt, versteht erstens überhaupt nichts von Marketing und zweitens macht er weniger Geld als er könnte. Sogar große Unternehmen machen hier Fehler. Auf der Seite der Deutschen Bahn gibt es erstaunlicherweise PopUps, die einen Kunden stören, während er sich die Angebote der Bahn ansieht.
Größtenteils handelt es sich um nicht themenrelevante Werbung. Das einzige Argument, mit der man einen solchen Patzer rechtfertigen kann, ist das Monopol der Bahn, denn man muss seine Zugfahrten dort buchen oder auswählen. Aber wer sich ein wenig auf der Seite der Bahn auskennt, weiß wie kompliziert sie ist und wie lange man braucht um das zu finden, was man sucht.
Welchen Zweck hat Ihre Webseite?
Jede Webseite erfüllt einen Hauptzweck. Das kann die Positionierung des Webmasters als einen Experten sein. Oder es kann das Abo des RSS-Feeds sein. Oft ist jedoch das Ziel etwas zu verkaufen. Für mich ist eine Webseite in den meisten Fällen eine Werbeanzeige. Dieser Blog ist eine Anzeige, deren einzige Aufgabe es ist Besucher in Käufer und letztendlich Stammkunden zu verwandeln. Als Zwischenschritt ist eine Anmeldung zum Newsletter gestellt, aber auch das Ziel des Newsletters ist letztendlich zu verkaufen. (Jetzt kennt ihr meinen großen, geheimen, superbösen Plan
)
Einfachheit statt Überforderung
Ein neuer Besucher einer Webseite muss sofort erkennen worum es geht, was er bekommt und was er als Nächstes tun muss. Ein großer Button, auf dem “Mehr Informationen” oder “Nächster Schritt” steht, ist ein Beispiel dafür. Sie müssen dem Besucher immer sagen was er als nächstes tun soll. Erwarten Sie nicht, dass er von selbst darauf kommt oder sich erst einmal umsehen soll.
Die meisten Webseiten sind so aufgebaut, dass ein neuer Besucher mit tausenden Links, Angeboten und Werbeeinblendungen bombardiert wird. Adsense, Banner, Affiliateangebote, die besten Artikel, über den Autor, Blogroll, Popups, Grafiken usw. Das ist als würde man einem Kunden im Supermarkt 10 Angebote auf einmal machen oder beim Autohändler 10 Verkäufer auf ihn losschicken.
Was macht der Besucher in einer solchen Situation?
Er rennt.
So schnell er kann.
Man kann nur ein Angebot auf einmal machen und es sollte einfach und klar strukturiert sein. Man muss sich auf die Hauptaufgabe der Webseite konzentrieren und dabei bleiben. Wenn man das Ziel hat eine Emailliste aufzubauen, sollte man nicht versuchen mit Adsense 20€ extra im Monat zu machen.
Hässlich verkauft.
Ein weiterer sehr wichtiger Punkt kommt hinzu:
Hässlich ist gut.
Hässlich verkauft.
Schön designte Webseiten und Blogs sind zwar hübsch, aber was nützt das, wenn sie kein Geld einbringen bzw. nicht ihren Zweck erfüllen. Google hat keine Fremdwerbung auf der Startseite. Erfolgreiche Internet Marketer kümmern sich nicht um tolle Grafiken und ein ausgefallenes Design. Jemand, der Webseiten aufbaut um damit Geld zu verdienen, ist kein Künstler und sollte auch nicht versuchen einer zu werden.
Erstaunlicherweise verkaufen hässliche und einfache Webseiten viel besser als schöne und bunte. Ich meine damit nicht, dass man keine Farben verwenden sollte, sondern dass alles Unnötige entfernt werden sollte. Der Grund warum viele Webmaster und Verkäufer diesen Fehler machen, ist dass sie sich nicht auf das Verkaufen konzentrieren.
Ich beziehe mich hier zwar vor allem auf Sales Pages, doch auch bei Blogs oder Webshops kann man oft beobachten, dass versucht wird zuviel Wert auf Design zu legen bzw. die Farben und Grafiken wichtiger zu sein scheinen als die Benutzerfreundlichkeit. Oft ist die Seite überladen und falls sich ein neuer Besucher nicht nach wenigen Sekunden zurechtfindet, ist er weg.
Mit Webdesign und einem schönen Blog werden Sie nicht reich. Ich gehe darauf ausführlich im Internet Inferno ein. Dort lernen Sie nicht nur warum das Verkaufen immer im Mittelpunkt stehen muss, sondern auch welche Methoden Sie dabei einsetzen können, um Ihre Verkäufe zu steigern ohne mehr arbeiten zu müssen.
Hier erfahren Sie mehr
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Bei einigen Punkten kann ich dir recht geben. Eine wirklich überladene Seite mit vielen schicken Grafiken sieht zwar toll aus, lohnt sich aber eher vielleicht für ein Portfolio oder ähnliches, nicht aber unbedingt für einen Webshop.
Aber du sagst, hässlich verkauft und das man dem Webdesign nicht zuviel zumuten sollte. Da muss ich dir ganz klar wiedersprechen, hässlich kann sehr gut abschrecken, viele Leute sogar. Ich würde hier eher die Worte überladen und minimalistisch nehmen. Das minimalistische Webdesign kann auch sehr aufwendig sein, in seiner Einfachheit, und es sieht auch gut aus, wenn es von den richtigen gemacht wird und animiert trotzdem die Leute zum kauf und auf der Seite zu bleiben. Hässliches und ungekonntes schreckt da eher ab!
Ich habe mich nicht ganz deutlich in diesem Artikel ausgedrückt. Das “hässlich verkauft besser” war vor allem bei Sales Pages/Verkaufsseiten gemeint, denn dort kann man aufgrund des Designs oder der scheinbaren Professionalität NICHT auf den Verkaufserfolg oder die Seriösität schließen.
Doch auch bei anderen Webseiten ist es manchmal gültig und bevor man sich vornimmt seine Seite schön zu gestalten, sollte man darauf achten, dass sie tut, wozu sie geschaffen wurde (Ziel der Webseite).
Ich habe beispielsweise auch negative Erfahrungen gemacht, als ich aufgrund des Webdesigns auf die Seriösität des Verkäufers zu schließen versuchte. 2-mal kein Produkt nach Bezahlung, die Webseite war sehr gut gestaltet. Oft nutzen Betrüger es aus, dass manche Menschen glauben nur schöne und perfekte Webseiten seien seriös.
Aber vielleicht haben wir auch einfach eine andere Vorstellung von “hässlich” und “einfach”. Ich würde beispielsweise dieses Blogdesign durchaus als hässlich bezeichnen, genauso wie diese Seite von Dan Kennedy http://renegademillionaire.com/
Also in Sachen Geschmack muss ich dir zustimmen die Seite ttp://renegademillionaire.com/ finde ich auch hässlich! Aber sie scheint seinen Nutzen zu erfüllen!
Ich habe Adsense-Seiten aus den USA gesehen, die waren extra schlecht gemacht, weil man dann garantiert auf die Werbung klickt. Ich gebe Dir da recht. Dein Design (bin heute Erstleser) gefällt mir wegen dem fehlenden Klickibunti auch besser als so viele andere. Gruß Tim