Was sind Affiliateprogramme?
31. Juli 2008 von Siegmar | Geld verdienen im Internet
Das Wort Affiliate kommt aus dem Englischen, aber es wird auch hier häufig benutzt. Man kann es mit Partner übersetzen. Ein Affiliateprogramm oder Partnerprogramm ist ein Abkommen, das eine Person mit einem Verkäufer eines Produktes eingeht. Der große Vorteil ist, dass man dabei Geld verdient, wenn man Verkäufe vermittelt. Das Prinzip ist nicht neu, aber es ist im Internet besonders effektiv, da die Provisionen viel höher sind und da man bestimmte Prozesse automatisieren kann.
Ein Beispiel für ein Partnerprogramm, das die meisten Frauen kennen, ist das von Tupperware. Wenn man eine Tupperparty veranstaltet und Produkte auf seiner Party verkauft, erhält man einen Anteil vom Umsatz. Ein anderes Beispiel ist das Werben von Abonnenten für eine Zeitung, wo man als Belohnung ein Kofferset oder einen Gutschein erhält. Im Internet läuft das Ganze viel unkomplizierter ab. Hier bekommt man nach der Anmeldung beim Verkäufer lediglich einen speziellen Link oder Banner, den man auf seiner Webseite einbauen kann und für jeden Kauf, den man vermittelt, erhält man eine Provision.
Ein Beispiel: Sie haben einen Blog, auf dem es um Holzmöbel geht. Um etwas mehr Geld zu verdienen, melden Sie sich bei einem Affiliateprogramm von Michael S. an, der ein Ebook zum Thema Holzschutz geschrieben hat. Er schickt Ihnen einen Link und einige Banner per Email, die Sie auf Ihrer Seite einbinden können. Die Abmachung sieht vor, dass Sie für jeden vermittelten Verkauf 10€ erhalten. Am Ende des Monats sieht sich Michael S. an wieviele Besucher von Ihrem Blog auf seine Seite gekommen sind und das Ebook bestellt haben. Anschließend zahlt er Ihnen Ihren Anteil aus. Es ist also eine Win-Win-Situation. Beide profitieren: Sie haben eine zusätzliche Einnahmequelle und Michael muss nicht für Werbung bezahlen, sondern nur wenn er tatsächlich etwas verkauft.
Es gibt große Verzeichnisse für Partnerprogramme, wie affiliwelt.net, belboon.de, adcell.de und superclix.de, bei denen man sich kostenlos anmelden kann. Die letzten 2 finde ich am einfachsten. Anschließend bewirbt man sich bei verschienen Affiliateprogrammen. Es sind viele nahmhafte Firmen darunter, wie zum Beispiel Otto, Arcor und Ebay dabei. Man sucht sich die gewünschten Programme aus und bewirbt sich, meistens durch einen Klick. Das Unternehmen prüft dann Ihre Webseite und akzeptiert das Angebot meistens. Es kommt natürlich auch vor, dass Ihre Seite abgelehnt wird, aber das ist eben so. Halten Sie sich nicht lange damit auf und gehen Sie zur nächsten Bewerbung. Werden Sie angenommen, sind Sie ein Affiliate für dieses Unternehmen bzw. seine Produkte.
Es gibt unterschiedliche Modelle der Gewinnbeteiligung. Bei manchen Programmen werden Sie nach erzeugten Klicks, pro Anmeldung (oft bei Flirtportalen) oder pro Verkauf bezahlt. Die letzte Form (auch Pay per Sale genannt) ist die häufigste und Sie verdienen nur Geld, wenn jemand etwas kauft. Meistens liegt Ihr Anteil bei etwa 5%. Wenn jemand also einen Mantel für 100€ bei Otto kauft, erhalten Sie 5€ gutgeschrieben. Das ist ein durchschnittlicher Wert bei wirklichen Produkten (also Nicht-Informationsprodukten), denn hier sind die Gewinnmargen der Unternehmen nicht besonders groß. Ich warne jedoch davor blind irgendwelche Banner und Links auf der eigenen Webseite einzufügen. Das wird nur einige Euro pro Monat einbringen, wenn überhaupt. Man sollte darauf achten themenrelevante Werbung zu plazieren. Wenn man also einen Blog über Apple hat, dann macht es Sinn, Banner für ein Iphone-Gewinnspiel einzufügen. Ein zusätzlicher Bonus, den manche Partnerprogramme anbieten ist ein Lifetime Provision. Dabei erhält man lebenslang einen Anteil an sämtlichen Umsätzen, die der Kunde, den man geworben hat, dem Unternehmen verschafft.
Ein sehr beliebtes Affiliateprogramm ist das von Amazon. Um sich anzumelden, muss man auf den Link “Amazon.de-Partnerprogramm / Webmaster-Tools” ganz unten auf amazon.de klicken. Man erhält ca. 5% pro Verkauf und da Amazon inzwischen nicht nur Bücher, sondern auch DVDs, Kleidung und Kameras verkauft, hat man eine große Auswahl. Auch was die Banner an geht, hat man viele Möglichkeiten – mir gefällt besonders das Karusell-Widget, das ich auf 1000tipps.com eingebaut habe. Ebenso verbreitet ist das Partnerprogramm von Ebay. Man sollte auch beachten, dass es hier nicht so wichtig ist, passende Werbung einzufügen, denn die Hauptsache ist, dass der Besucher durch Ihren Link auf Ebay oder Amazon gelangt. Was er kauft ist nicht wichtig – Sie erhalten Ihre Provision auch wenn er ein Handy kauft (obwohl Sie einen Buchlink auf der Seite haben).
Bis jetzt haben wir herkömmliche Partnerprogramme behandelt. Es ist Zeit ins 21. Jahrhundert zu wechseln, denn hier sind die Gewinnmöglichkeiten viel größer. Wie man das erreicht? Indem man Informationsprodukte als Affiliate verkauft. Bei Ebooks sind 30-50% des Verkaufspreises üblich. Es ist verständlich, dass Sie hier höhere Einnahmen erwarten können als bei Büchern oder CDs. Doch man muss sich nicht auf Ebooks beschränken – es gibt auch viele bezahlte Newsletter und 200€-Programme. Ein Nachteil bei Affiliateprogrammen für Infoprodukte ist, dass man mit jedem Verkäufer einzeln in Kontakt treten muss, was zeitaufwendig ist. Es ist aber gleichzeitig auch ein großer Vorteil, denn es gibt hier viel weniger Affiliates als beispielsweise für Amazon-Produkte.
Man sollte verschiedene Affiliateprogramm auf seinen Webseiten ausprobieren, um festzustellen, was am besten funktioniert. Es gibt hier keine sicheren Strategien. Doch man sollte darauf achten, dass die Werbung bzw. die Produkte zu den Inhalten auf Ihrer Seite passen und Ihre Leser dafür Interesse haben. Testen Sie verschiedene Programme und entfernen Sie diejenigen, die kein Geld einbringen. Am besten ist es, wenn Sie die Produkte, die Sie bewerben selbst ausprobiert haben und zufrieden sind. Falls Sie Ihren Lesern nur Mist verkaufen, werden Sie nicht lange Erfolg haben. Leider lässt sich das nicht immer bewerkstelligen, da beispielsweise jemand, der keine Kontaktlinsen trägt, keine Kontaktlinsenshops testen kann, weil er das Produkt nicht benutzt. Man fährt jedoch weitaus besser, wenn man gute Produkte anbietet.
Außerdem sollte man dem Leser möglichst ausführlich erklären wozu er das Produkt oder die Dienstleistung braucht und welche Vorteile er aus einem Kauf hat. Bei Ebooks könnte man einen Blogbeitrag mit einem Affiliatelink schreiben. Vielleicht lohnt es sich sogar eine Adwords-Kampagne zu starten, die auf diesen Review führt. Hinzu kommt, dass man mit einem Artikel gute Chancen hat eine gute Position in den Suchmaschinen und so kostenlosen Traffic zu erhalten.
Fazit: Affliateprogramm sind eine tolle Möglichkeit, um im Internet Geld zu verdienen. Sie eignen sich besonders für Einsteiger, die noch keine eigenen Produkte haben oder erstmal einen Markt testen wollen. Auch eine Strategie, bei der man seine Newsletterliste nutzt, kann sich als sehr gewinnbringend erweisen. Ein weiterer großer Vorteil bei Partnerprogramm ist, dass Sie keinen Kundenservice leisten müssen, da es nicht Ihr Produkt ist, und dass Sie relativ passiv bleiben können. Im Idealfall setzen Sie einige Banner ein oder schreiben Artikel und profitieren davon jahrelang. Doch auch hier sollte man nicht vergessen, dass man nur durch ausreichend Traffic/Besucher Geld verdient. Je besser Ihre Webseite besucht wird, umso mehr werden Sie verdienen.
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[...] was man braucht, um anzufangen, kann man in einigen Wochen lernen. Manche Menschen bevorzugen Affiliateprogramme, weil sie keine Lust haben Produkte zu entwickeln, aber ich denke mit eigenen Ebooks sind die [...]
[...] Ein Affiliateprogramm bedeutet einfach, dass Sie einem Menschen einen Teil vom Verkaufserlös bezahlen, falls er es schafft eines oder mehrere Ihrer Produkte zu verkaufen. Mehr darüber erfahren Sie in diesem Artikel: Was ist ein Affiliateprogramm? [...]